Freitag, 11. November 2011

Marter-Inschrift: KARL KRIEGER 1878

Zur Geschichte der Marter
(Überlieferung)Im Jahr 1878 ließ der Ökonom, Hof- und Grundbesitzer Karl Krieger zum Gedenken an seinen gleichnamigen Sohn diese Marter errichten. Dieser sollte einmal den elterlichen Hof übernehmen. Tragischerweise war Karl aber im (höchstwahrscheinlich) deutsch-französischen Krieg gefallen. Der Bauernhof geriet wegen dieses Schicksalsschlages und wegen der Verschwendung des Besitzers so sehr in beträchtliche Schieflage, infolge dessen sich Frau Krieger vor Gram erhängte. Schließlich war der ganze Hof so stark herunter gewirtschaftet, dass 1890 die Versteigerung anberaumt wurde.
Einen Abend vor dem Termin besuchte der damalige Bürgermeister von Fuchsmühl den angesehenen und begüterten Landwirt Johann Beer und bat ihn, er solle doch das Kriegeranwesen kaufen. Dieser sagte zu. Herr Beer vereitelte so durch die Hofübernahme eine Versteigerung und bewahrte den Vorbesitzer vor dem Umzug ins Armenhaus, indem er ihm ein Wohnrecht zusprach. Der Hof und der Grund auf dem das Marterl steht, ist auch heute noch im Besitz der Familie Beer.

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